Wann hast Du Dich das letzte Mal mit Deinem Atem beschäftigt? Ohne Sauerstoff geht es nicht, das ist klar. Wie wichtig eine gute Atmung für Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit allerdings wirklich ist, wissen nur die wenigsten. Im Unterschied zu anderen Kulturkreisen ist man sich bei uns der ganzheitlichen Bedeutung des Atems kaum bewusst.

Natürlich, der Atem funktioniert erst einmal automatisch. Das ist prinzipiell zwar zweckmäßig, beinhaltet aber gleichzeitig die Gefahr, dass sich mit der Zeit schlechte Atemgewohnheiten einschleichen. Die meisten Menschen atmen zu flach und zu schnell, anstatt den Atem in einem natürlichen Rhythmus fließen zu lassen. Dies sorgt dafür, dass wir nur einen geringen Teil des Lungenvolumens nutzen und verbrauchte Luft in der Lunge verbleibt. Das vorhandene Kohlendioxid wird schlechter ausgeschieden und der Körper wird mit weniger Sauerstoff versorgt.

Die Folgen sind vielfältig: Angefangen von Nervosität, Anspannung und erhöhtem Pulsschlag über geringere körperliche Leistungsfähigkeit und Konzentration bis hin zu Verdauungsproblem ist alles möglich. Im Extremfall können bei schlechter Sauerstoffversorgung sogar Beklemmungen und Angstgefühle auftreten.

Dauernde Anspannung als Ursache

Meistens haben falsche Atemmuster ihren Ursprung in der sogenannten “Kampf- oder Fluchtreaktion”. In einer Gefahrensituation reagiert das vegetative Nervensystem prompt: Nach einer Schrecksekunde, in der man oft den Atem anhält, erhöht sich die Atemfrequenz, Blutdruck und Pulsschlag steigen, der Körper spannt sich an. All dies ist eine Vorbereitung auf die vermeintlich bevorstehende Aktivität von Flucht oder Kampf. In der heutigen Geschäftswelt bleibt diese körperliche Reaktion dann meistens aus. Wir schlucken den Ärger runter, lassen es lieber bleiben zu kämpfen und flüchten auch nicht wild schreiend aus dem Büro 😉 Da Stress und Leistungsdruck uns aber permanent begleiten, bleibt auch die ständige Anspannung bestehen und falsche Atemmuster stellen sich ein. Die gute Nachricht ist, dass Du dieses Fehlverhalten auch wieder beeinflussen und in Ordnung bringen kannst.

So atmest Du richtig

Richtig atmest Du dann, wenn Du die Luft langsam und fließend in Bauch und Becken hineinströmen lässt. An diesem Vorgang ist das Zwerchfell, das Bauch und Brusthöhle trennt, entscheidend beteiligt. Beim Einatmen füllen sich die Lungen mit Luft und sorgen durch ihren erhöhten Platzbedarf dafür, dass das Zwerchfell nach unten ausweicht. Der Bauch kommt heraus 😉 Beim Ausatmen ist es umgekehrt: Jetzt hebt sich das Zwerchfell wieder in Richtung Brustkorb und die Bauchdecke wird flacher.

Du kannst das Ganze sehr schön ausprobieren, indem Du Dich flach auf den Rücken legst und langsam und gleichmäßig “in den Bauch” hinein atmest. Spüre beim Einatmen, wie der Brustkorb sich weitet, das Zwerchfell sich senkt und Dein Bauch sich nach außen wölbt. Atme dann nach einer kleinen Pause wieder ganz langsam und fließend aus, bis sich keine Luft mehr in Deiner Lunge befindet. Achte hierbei darauf, wie Dein Brustkorb sich entspannt und der Bauch sich senkt. Führe die Übung ein paar mal hintereinander aus.

Bewusstes Atmen im Alltag

Wenn Du den unseligen Kreislauf aus schlechter Atmung – geringer Sauerstoffversorgung – erhöhter Anspannung – und noch schlechtere Atmung durchbrechen möchtest, musst Du zukünftig im Alltag mehr auf Deine Atmung achten. Richte also hin und wieder die Aufmerksamkeit auf Deinen Atem. Atmest Du hektisch und flach oder aber ruhig in Deinen Bauch hinein? Spürst Du, wie Dein Atem natürlich fließt? Wenn das nicht so ist, korrigiere Deinen Atem. Mach einfach zwei oder drei bewusste Atemzüge in der oben beschriebenen Weise und versuche den natürlich fließenden Rhythmus beizubehalten.

Als kleiner Trick: Wenn Du im Laufe des hektischen Alltag dann doch immer wieder vergisst, auf Deinen Atem zu achten, kannst Du Dir bestimmte “Trigger” (Auslöser) ausdenken, die Dich daran erinnern. Z.B. könntest Du Dir vornehmen, bei jeder neu Eingehenden E-Mail kurz auf Deine Atmung zu achten. Oder bei jeder Tasse Kaffe, die Du Dir einschenkst 😉 Probier es aus und Du wirst sehen, es funktioniert.

Du findest den Vorschlag „auf Bauchatmung achten“ als Vorlage auf simplydo.

 

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