MindSet und Ausbildung unserer Kinder!

In den letzten Posts haben wir darüber gesprochen, wie sich die Arbeitswelt ändern wird und was diese Änderung für uns persönlich und unsere Gesellschaft bedeutet. Und vor allem: Welchen Einfluss wird das alles auf unsere Kinder haben?

Wie kann es gelingen, sie trotz digitalem Wandel zu glücklichen und erfolgreichen Menschen zu machen?

Klar ist: Die Anforderungen haben sich grundlegend verändert. Während es in der Vergangenheit vorrangig auf gute “Fachkenntnisse” ankam, sind heute sogenannte “Soft-Skills” (persönliche, soziale und methodische Kompetenzen) entscheidende Voraussetzung für privates Glück und beruflichen Erfolg.

Getreu dem Motto, “Tue beruflich das, was der Computer oder Roboter vorläufig noch nicht kann!”, geht es um Dinge wie EngagementBegeisterungsfähigkeit, Kommunikation, Kreativität, Konfliktfähigkeit, Umsetzungskompetenz, Teamfähigkeit und Resilienz.

Leider werden genau diese für die Zukunft essenziellen Fähigkeiten weder in unserem Schulsystem, noch an Universitäten gelehrt.

Ein echtes Problem für unsere Kinder, mit dem die Eltern weitgehend auf sich allein gestellt sind.

Deutsches Schulsystem – starr und veraltet

Kern des Problems ist das völlig veraltete Schulsystem selbst, das sich vorrangig auf das Vermitteln theoretischen Wissens konzentriert, anstatt bei den Kindern systematisch Persönlichkeit und Handlungskompetenz aufzubauen.

Selbstverständlich sind theoretische Kenntnisse wichtig. Sie allein bringen aber niemals ein konkretes, im echten Leben verwertbares Ergebnis. Dazu gehören zusätzliche Dinge wie praktische Intelligenz bzw. bestimmte Denk- und Verhaltensweisen. Kurzum, die oben beschriebenen „Soft-Skills“ als Eigenschaften der Persönlichkeit.

Leider ist unser Schulsystem auch heute noch stärker von seinem preußischen Vorbild geprägt, als die Verantwortlichen dies sicher wahr haben wollen. Allein die Bauart vieler Schulen erinnert eher an Kasernen, als an Orte kreativen Denkens und Lernens.

Erzogen wird dann getreu dem preußischen Vorbild eher zum braven Fabrikarbeiter oder pflichtbewussten Beamten, als zum eigenständig agierenden und umsetzungskompetenten Individuum. Ohne die beiden genannten Berufsgruppen zu diffamieren: Gehorsam und Genauigkeit sind heute nicht mehr die Eigenschaften, die man in einer zunehmend beschleunigten und digitalisierten Welt vorrangig braucht.

Ich weiß, dass diese Aussage provokant ist und beim einen oder anderen auf Widerspruch oder gar Empörung stoßen wird. Vor allem wohl bei den vielen engagierten Lehrerinnen und Lehrern, die mit großem persönlichen Einsatz versuchen, unsere Kinder zu kritischen und kompetenten Menschen zu erziehen.

Auch wenn das in Fächern wie Deutsch, Geschichte und Sozialkunde noch ganz gut funktionieren mag, greift der gewählte Ansatz insgesamt viel zu kurz.

Ich will den Pädagogen gar keinen Vorwurf machen. Die große Mehrheit der Lehrerschaft leistet hervorragende Arbeit. Allerdings unter den einschränkenden Rahmenbedingungen des Schulsystems, was dann am Ende trotz hohem persönlichen Einsatz der beteiligten Personen Erfolge systematisch vereitelt!

Sind wir wirklich der Meinung, dass wir unsere Jugend optimal ausgebildet und auf das Leben vorbereitet aus den Schulen entlassen? Glauben wir tatsächlich, ein System der Vergangenheit könnte uns auch die Zukunft sichern? Geht das nicht noch besser?

Allein die Kopfnoten des Zeugnisses zeigen, mit welcher Einstellung das Schulsystem den Kindern gegenüber tritt. Früher zu meiner Schulzeit in den 70ern waren das Aufmerksamkeit, Fleiß, Ordnung und Betragen. Heute sind die Bezeichnungen zwar etwas anders gewählt, inhaltlich geht es aber immer noch um das gleiche Thema: Menschen auszubilden, die zuverlässig funktionieren und die ihnen vorgesetzten Arbeiten pflichtbewusst erledigen.

Kinder, die auf Grund ihrer Persönlichkeit hier aus dem Rahmen fallen, haben es schwer. Nicht unbedingt, weil sie unerzogen oder aufsässig sind, sondern einfach, da das System mit unkonventionellen und kreativen Persönlichkeiten nicht umgehen kann.

Aber genau diese Art von Menschen werden wir zukünftig brauchen. Glaubst Du, ein durch unser Schulsystem angepasster und abgeschliffener junger Mensch könnte ein iPhone erfinden, Facebook aufbauen oder aus dem Nichts Google entwickeln!? Deshalb kommt auch keines der milliardenschweren Unternehmen im Bereich neue Technik oder Internet aus Deutschland. Was ist nur aus dem Land der Erfinder, Dichter und Denker geworden?

Warum gibt es keine Kopfnoten für Eigenschaften wie Kreativität, Begeisterungsfähigkeit und Co.? Wollen wir unsere Kinder auch weiterhin nach einem starren System erziehen, das den Anforderungen der Zukunft nicht gerecht wird?

Das bereits in den Kopfnoten erkennbare Problem wird dann über die konkrete Einteilung in Fächer bzw. Gestaltung der Lehrpläne verschärft.

In Zeiten des Internet sind Fakten und Informationen immer nur einen Mausklick entfernt. Wo liegt denn bitteschön der Sinn darin, Kinder alle möglichen Dinge auswendig lernen zu lassen? Vor allem, da Wissen heute oft nur eine sehr geringe Halbwertszeit hat und man die Kindern nicht nur mit unnützem, sondern auch sehr schnell veraltetem Wissen belastet.

Hand aufs Herz: Wieviel Deines Schulwissens oder der im Studium angeeigneten theoretischen Kenntnisse hast Du später im Leben jemals benötigt?

Was Du heute wirklich brauchst, ist die Kompetenz, Probleme aller Art (also auch außerhalb des eigenen Spezialbereichs) mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu lösen. Und zwar in kürzester Zeit. Genau darum geht es. Wir müssen uns zu methodisch geschickt vorgehenden “Problemlösern” entwickeln.

In diesem Zusammenhang ist natürlich auch die bestehende inhaltliche Segmentierung in einzelne Schulfächer kontraproduktiv. So eine Fächertrennung stellt Sachverhalte niemals in einen lebensnahen und praktischen Zusammenhang. Konkrete Problemstellungen im Leben oder berufliche Aufgaben sind immer interdisziplinär. Anstatt die Kinder für reale Zusammenhänge zu interessieren, werden heute in den einzelnen Fächern thematisch ähnliche Inhalte gruppiert und stur nacheinander durchgepaukt.

Allein aus eigener Erfahrung müsste doch jedem klar sein, dass Zusammenhänge, die man in einem praktischen und sinnvollen Kontext erklärt bekommt, wesentlich besser behalten werden als theoretische Betrachtungen. Darüber hinaus wären die Kinder auch mit mehr Spaß bei der Sache.

Sie lernen dann nicht nur für anstehende Prüfungen, sondern speichern die erkannten Zusammenhänge als lebensnahe und sinnvolle Erfahrung ab.

Einsatz moderner Technik

Neben der inhaltlichen Restrukturierung lohnt es sich natürlich ebenfalls, einmal genauer über die konkrete Vorgehensweise der Wissensvermittlung nachzudenken. Auch hier hat sich in unseren Schulen die letzten Jahren kaum etwas verändert. Moderne technische Hilfsmittel werden so gut wie nirgends genutzt.

Wäre es beispielsweise nicht schlau, als Ergänzung zum konventionellen Unterricht anschauliche Lern-Videos oder Animationen einzusetzen und diese dann allen Menschen (also nicht nur den Schülern) copyright- und kostenfrei online zur Verfügung zu stellen? Von noch weitergehenden Möglichkeiten wie virtueller oder “augmented” Reality will ich überhaupt nicht sprechen.

Multimediale Inhalte oder Präsentationen haben im Unterschied zum normalen Vortrag des Lehrers den Vorteil, dass sie mehrere Sinneskanäle gleichzeitig ansprechen und auf diese Weise Zusammenhänge besser verstanden und auch behalten werden.

Wie gut ein solches Konzept funktioniert bzw. von den Menschen angenommen wird kann man auf YouTube erkennen. Egal, welches Problem Du hast oder was Du wissen möchtest: Auf YouTube findest Du so gut wie immer ein geeignetes Video, das Dir schnell und einfach weiterhilft.

Darüber hinaus könnte man jedes Thema auch gleich in mehreren Videos bzw. Animationen auf ganz unterschiedliche Weise verdeutlichen. Hat ein Schüler etwas nicht gleich beim ersten Ansehen verstanden, schaut er sich ein weiteres Video an, in dem der gleiche Zusammenhang noch einmal auf andere Weise erklärt wird. Vor allem für schwächere Schüler wäre das eine gute und praktische Möglichkeit, mit ein wenig zusätzlichem Aufwand Verständnis und Leistungen zu verbessern.

Freiwerdende Ressourcen für wichtigere Dinge nutzen

Nur damit Du mich nicht falsch verstehst: Ziel des Einsatzes von Technik ist es nicht, die Arbeit der Lehrer überflüssig zu machen oder sogar die Anzahl von Lehrerinnen und Lehrern zu reduzieren.

Vielmehr geht es darum, die Lehrerschaft von bestimmten Aufgaben (= Vermittlung von Wissen und Fakten) zu entlasten, um so freiwerdenden Ressourcen dann fokussiert für wirklich wichtige Aufgaben einzusetzen: echte Kompetenz und die Entwicklung von Persönlichkeit (“Soft-Skills”).

Warum bekommt man in der Schule eigentlich nicht beigebracht, frei vor Menschen zu sprechen oder eine mitreißende Präsentation zu halten? Wieso zeigt den Kindern dort niemand, wie man mit Geld umgeht, wie man physisch und psychisch gesund bleibt oder wie man ein Unternehmen gründet!?

All dies und noch mehr könnten dann Lehrer ihren Schülern vermitteln. Neue Lehrpläne für eine neue Generation! Berufs- und Lebenskompetenz pur, kostenfrei und praxisnah direkt in der Schule. Wäre das nichts? Kannst Du Dir vorstellen, was dieser Ansatz für uns alle bewirken könnte?

Universitäten und Hochschulen

Dieses Thema erwähne ich lediglich der Vollständigkeit halber. Auch wenn es hier viel zu sagen gäbe: Im Prinzip haben Universitäten die gleichen bereits beschriebenen Probleme. Allen voran ein weitgehend getakteter und “verschulter” Ablauf mit Professoren, die oft nur ihre selbst geschriebenen Lehrbücher vorlesen. Sorry, das ist natürlich wieder etwas überspitzt dargestellt. Ich glaube aber, Du weisst, worauf ich hinaus will.

Das Problem des zeitlichen Drucks

Ein weiteres Problem, dem unsere Kinder im Rahmen ihrer Bildung und Ausbildung ausgesetzt sind, ist permanenter zeitlicher Druck. Lehrpläne müssen durchgesetzt und Ziele erreicht werden. Alles ist strukturiert und kontrolliert: Stundenpläne, Halbjahre, Schuljahre, Semester usw. Eine Klausur jagt die andere, Punkte müssen gesammelt und Scheine bestanden werden. Genau genommen stellt dieser permanente Druck das Gegenteil der ursprünglichen Idee des “Studierens” dar. Neue Inhalte müssen sich setzen, um behalten zu werden und echte Kompetenz gedeiht nur mit genügend PraxisFreiheit und Raum.

Natürlich wäre es schwierig, die Schul- bzw. Studienzeiten zu verlängern. Schließlich müssen wir auch international konkurrenzfähig bleiben. Insofern lässt sich der Widerspruch nur durch eine radikale Verschlankung der Lehrpläne lösen. Praxisferne und unnötige Inhalte gilt es systematisch zu eliminieren.

Und die Kosten!?

In einem Land wie Deutschland, das es nicht einmal hinbekommt, die Schulen bzw. Schüler flächendeckend mit WLAN und iPads auszustatten, muss man natürlich einmal über das Thema Finanzierung sprechen.

Meine Meinung dazu ist kurz und eindeutig: Wenn wir jetzt nicht das notwendige Geld in die Hand nehmen und unser Bildungssystem zum Besten und Fortschrittlichsten der Welt machen, werden wir unseren Wohlstand verlieren. Basta!

 

Außerdem problematisch: Deutsches “MindSet” – ängstlich und zögerlich!

Wir haben jetzt ausführlich über das marode Bildungssystem gesprochen, das mit seiner Problematik unsere Kinder hinter ihren Möglichkeiten zurück lässt.

Darüber hinaus gibt es einen weiteren Punkt, der massiven Einfuss auf Zukunftschancen und Erfolg unserer Jugend nimmt. Ich spreche vom sogenannten “kollektiven MindSet“. Gemeint sind die für Deutschland typischen Denkweisen und Einstellungen.

Im Unterschied zum Schulsystem, mit dem man zunächst einmal leben muss, hat man bei Denkweisen und Einstellungen immer die Möglichkeit, frei zu entscheiden, ob man sie sich zu eigen macht oder nicht.

Vielleicht hast Du Dich noch nie mit diesem Thema beschäftigt. Fakt ist: Kaum etwas beeinflusst Dich und Deine Kinder so stark, wie die Ansichten und Überzeugungen Eures Umfeldes. Das perfide dabei ist, dass diese Manipulation in den meisten Fällen eher unterschwellig erfolgt, was sie umso wirkungsvoller macht! Steter Tropfen höhlt den Stein!

Meiner Ansicht nach haben sich hier in den letzten Jahren eine ganze Reihe höchst problematischer Denkweisen etabliert, die jede Form des Vorankommens dauerhaft behindern. Natürlich handelt es sich nur meine persönliche Meinung, die ich noch dazu ziemlich pauschalisiert vortrage. Insofern darfst Du das natürlich auch anders sehen…

Auf jeden Fall solltest Du Dich mit diesen Themen beschäftigen, um zukünftig genauer darauf zu achten bzw. Dich und Deine Familie von hemmenden Denkweisen zu befreien.

“German Angst” – Angst vor Veränderung und Zögerlichkeit

Beginnen möchte ich mit einer Verhaltensweise, die auf Grund ihrer Auffälligkeit im Ausland bereits einen eigenen Namen bekommen hat. “German Angst” bezeichnet die generelle Angst und Zögerlichkeit der Deutschen in Bezug auf wichtige Entscheidungen bzw. Veränderungen. Man denkt: “Wenn sich irgend etwas ändert, dann sicherlich zum Schlechten!”, Risiken werden übermäßig betont und mögliche Chancen nicht gesehen. Das blockiert dann jedes Vorankommen und bringt uns ins Hintertreffen im Vergleich zu anderen, die vorangehen und ihre Chancen mutig nutzen!

BESSER: Fürchte Dich nicht vor Veränderung, sondern gestalte Sie aktiv mit und nutze sie zu Deinem Vorteil.

Voll-Versicherungsmentalität

Eine eng mit der Zögerlichkeit und Angst in Verbindung stehende Denkweise ist das extrem ausgeprägte Sicherheitsbedürfnis. Die letzten Jahrzehnte des Wohlstands haben in unseren Köpfen eine Art “Voll-Versicherungsmentalität” etabliert. Scheinbar fühlen sich die Menschen nicht mehr an das grundlegende Gesetzt von Ursache und Wirkung gebunden. Es scheint, als wäre jede Form von Risiken im Leben beherrschbar. Wir versichern uns gegen alles und jedes. Niemand ist mehr bereit, Wagnisse einzugehen, weder im privaten, noch im geschäftlichen Bereich. Dabei merken wir gar nicht, wie wir durch diese Denkweise unser Leben mehr und mehr einschränken. Um jedes (vermeintlich) unnötige Risiko auszuschließen, packen wir unsere Kinder beim Rollschuhfahren in “Protektoren”, setzen ihnen beim Radfahren in der Spielstraße einen Helm auf oder verbieten ihnen auf Bäume zu klettern. Wie sollen sie die dringend notwendigen Erfahrungen (Kompetenzen) im Leben sammeln, wenn sie nichts mehr tun dürfen, weil es zu gefährlich ist?

BESSER: Mache Dir bewusst, dass das Leben nunmal Risiken beinhaltet. Persönliches Wachstum funktioniert ausschließlich über Erfahrungen und die damit verbundenen Risiken!

Fehlerkultur versus Perfektionismus

Natürlich darf man auch keine Fehler machen! Hierzulande werden Fehler immer mit Versagen, anstatt dem Sammeln wertvoller Erfahrungen assoziiert. “Wer Fehler macht, arbeitet schlecht und wenn Du selbstständig bist oder ein Unternehmen besitzt, kann Dich ein Fehler die Existenz kosten.”, so oder so ähnlich ein beispielhafter kollektiver Gedanke. Da ist es dann schon besser, Wagnisse oder komplexe Vorhaben gar nicht erst anzugehen. Oder? Oder, vielleicht doch?

Das Spiegelbild der nicht vorhandenen Fehlerkultur ist der ausgeprägte Hang zum Perfektionismus. Perfektionismus blockiert Dich ebenso wie Angst und liefert Dir immer eine tolle Ausrede, gar nichts zu tun. “Wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig!”, ist ein Satz, den ich schon so oft gehört (und manchmal auch selbst gesagt) habe.

Hier können wir uns ein Beispiel an den Amerikanern nehmen. Sie haben begriffen, dass es besser ist, ein “nicht perfektes” Produkt schnell auf den Markt zu bringen, es anständig zu promoten und erst im Nachgang die Fehler auszubessern, als mit einem perfekten Produkt den Markteintritt zu verschlafen.

BESSER: Erlaube Dir Fehler und verzichte darauf, immer perfekt zu sein!

Neid und fehlendes Bewusstsein für Exzellenz

Wie gesagt, Risiken geht hier so gut wie niemand mehr ein. Und wenn es dann doch einer tut und am Ende auch noch Erfolg damit hat, schlägt ihm der Neid der anderen entgegen. “Irgend etwas ist da sicher nicht mit rechten Dingen zugegangen.”, “Ohne Beziehungen hätte er das nie geschafft.” oder “Sie hat zwar Erfolg, dafür vernachlässigt sie die Familie.” sind typische Kommentare, denen sich überdurchschnittlich erfolgreiche Menschen ausgesetzt sehen. Schade eigentlich…

Warum tun wir uns in Deutschland so schwer damit, herausragende Leistungen anderer gebührend zu würdigen? Ich denke, das liegt an einem fehlenden Bewusstsein für Exzellenz und Eliten. Jahrzehntelang bekamen wir erzählt, alle Menschen wären gleich und könnten in ihrem Leben auch das Gleiche erreichen. Chancengleichheit zu Beginn wird hier fälschlicherweise mit identischen Ergebnissen am Ende gleichgesetzt. Das kann natürlich nicht funktionieren, da trotz identischer Startbedingungen Menschen unterschiedlich sind und auch bleiben. Aber es wäre doch so schön gewesen…

In einer Gesellschaft, wo so lange die vermeintliche Gleichheit als Maß aller Dinge verkauft wurde, scheint es grundsätzlich verdächtig, wenn jemand sich dieser Annahme entzieht und mit überdurchschnittlichen Leistungen aus der Masse heraussticht.

In Wahrheit ist Exzellenz für die Entwicklung jeder Gesellschaft absolut wichtig. Nur über herausragende und auch entsprechend gewürdigte Leistungen entstehen Vorbilder, die dann andere zum Nachmachen anspornen und die Gesellschaft als Ganzes voranbringen.

BESSER: Löse Dich von der Vorstellung, dass die Exzellenz eines anderen Dich selbst kleiner macht. Erkenne dessen Leistungen an und nutze ihn als Vorbild!

Keine Unternehmer-Kultur

Auch wenn ich noch viele Dinge aufzählen könnte, möchte ich jetzt mit einem Punkt enden, der mir wirklich große Sorgen macht. Es geht um die fehlende Unternehmer-Kultur. Ist Dir einmal aufgefallen, dass so gut wie keiner mehr selbständig arbeiten oder Unternehmer werden möchte? Natürlich gibt es hier Ausnahmen. Die Mehrheit der Menschen hat aber grundsätzlich andere Ziele: Mehr Freizeit, mehr Zeit mit der Familie und Minimieren des persönlichen Risikos sind wichtiger geworden, als große Träume vom eigenen Produkt und Unternehmen. Ich will das überhaupt nicht werten. Jeder soll das tun, was seinem eigenen Lebensentwurf entspricht. Trotzdem weiß ich eins: Ohne eine ausreichend große Zahl von Menschen, die bereit sind, Risiko zu tragen und Unternehmer zu werden, wird dieses Land Schiffbruch erleiden.

Nicht umsonst gibt es keinen einzigen globalen Player im Bereich neuer Technologien und Internet, der aus Deutschland bzw. Europa kommt. Ich habe weiter oben schon einmal darüber gesprochen. Während anderswo Firmen scheinbar aus dem Nichts wachsen und Märkte durcheinander wirbeln, warten wir nur ab und begnügen uns mit dem, was man uns übrig lässt.

BESSER: Überlege Dir genau, was Deine Bestimmung und Mission im Leben ist und lass Dich nicht vom allgemeinen “MindSet” beeinflussen.

Zum Schluss!

So, das ist es gewesen, was ich Dir heute sagen wollte. Ich hoffe, Du hast ein paar interessante Anregungen bekommen, die Du für Dich und Deine Kinder selbst überdenken und weiterentwickeln kannst.

Noch können wir die Dinge, die aus dem Ruder gelaufen sind wieder richten. Privat, für unsere Kinder und unsere gesamte Gesellschaft.

Wenn Dich das Thema “Digitalisierung bzw. persönliche Veränderung” genauer interessiert, hinterlasse weiter unten Deine E-Mail-Adresse, damit ich Dich zukünftig über neue Posts informieren kann.

 

Viele Grüße
Thomas

ps. an dieser Stelle halte ich noch eine kurze Bemerkung für angebracht. Mein Post beschreibt in plakativer Weise, woran es meiner Ansicht nach in Deutschland fehlt und in welchen Bereichen dringend Handlungsbedarf besteht. Sollte ich irgend jemand mit meinen Ausführungen persönlich auf die Füße getreten sein (z.B. Dir als Lehrer, Professor oder Privatperson, die sich mit dem kritisierten “kollektiven MindSet” identifiziert bzw. nicht identifiziert), entschuldige ich mich in aller Form. Es ging mir nur um das Verdeutlichen eines aus meiner Sicht wichtigen Sachverhalts.

 

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